Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Bundesministerin der Justiz a.D.

Von 1990 bis Oktober 2013 war Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Bundestagsabgeordnete und von 2002 bis 2009 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Sie war zweimal Bundesministerin der Justiz, erstmals von Mai 1992 bis Januar 1996. Sie trat von dem Ministeramt wegen des Kurswechsels der FDP zum großen Lauschangriff zurück. Mit ihrer gegen das vom Bundestag beschlossene Gesetz eingelegten Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht hatte sie 2004 Erfolg. Von 2009 bis 2013 übte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger das zweite Mal das Amt der Bundesjustizministerin aus und setzte durch, dass die EU – Richtlinie zur anlasslosen Vorratsdatenspeicherung nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2010 nicht mehr umgesetzt wurde.

Nach dem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag wirkte sie im internationalen Google Beirat zur Umsetzung der EuGH – Entscheidung zum Recht auf Vergessenwerden mit.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist Mitglied des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und stellvertretende Vorsitzende der Theodor-Heuss-Stiftung.

Ihr wurden das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der BRD, Verdienstorden des Freistaates Bayern, der Datenschutzpreis der GDD, Max Alsberg Preis der Deutschen Strafverteidiger, Arnold-Freymuth Preis und der Max Friedlaender Preis des Bayerischen Anwaltsverbandes verliehen.

Ihr neuestes Buch „Haltung ist Stärke“ ist im März 2017 im Kösel Verlag erschienen.

Foto: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
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